Spass, Trainingslager

Trainingslager in der Toskana

19 Apr , 2018  

Mit so einer großen Trainingsgruppe ging es noch nie ins Trainingslager beim SCI. 103 Athleten folgten dem Aufruf, um gemeinsam in der Toskana zu schwitzen und niemand bereute es.

Der SCI stellte mit knapp 40 Athleten die größte Gruppe und mit dabei waren die Kaderathleten der SHTU und vom HHTV. Natürlich durften auch die Nachwuchssportler aus den „bekannten Vereinen“ im Norden nicht fehlen. Allen voran natürlich die Schar orangefarbener Sportler aus Bargteheide (-: Es entwickelte sich eine tolle Gemeinschaft und auch die ca. 20 Erwachsenen Sportler fanden sich zufrieden in den unterschiedlichen Leistungsgruppen wieder.

Die meisten wählten die Anreise per Flieger nach Mailand, von wo aus es nach Cecina mit dem Bus weiter ging. Die Flieger ließen sich etwas Zeit mit dem Abflug, da noch eine Maschine getauscht werden musste. Parallel befanden sich die Räder in den drei Sprintern schon längst auf dem Weg Richtung Süden. Der Bargteheide Sprinter mit der Crew Rike, Flo und Moritz macht auf halber Strecke bei unserem „Sportfreund“ Daniel Unger ein Stopp, um die obligatorischen Toskana Pullover abzuholen. Es wurde auch gleich eine Schwimmeinheit eingeschoben, so dass die 1500km Fahrt aufgelockert wurde.

In unserer Unterkunft „La Cecinella“ angekommen wurde die Appartements bezogen, Räder aufgebaut, eine Kleinigkeit gegessen und dann gab es durch André eine Einwweisung in den Trainingsplan und in die Abläufe vor Ort. Erster Schock: am ersten Tag ging es gleich um 6:30 Uhr ins Hallenbad zum Schwimmen. Freude keimte auf (-:

Die erste Radausfahrt mit fünf Jugendgruppen und zwei Erwachsenen Gruppen legte am Mittag los und es stand zur Erkundung des Pinienwaldes auch ein kurzer Koppellauf an und damit nicht genug: Maren bot noch zum Abschluss des ersten Trainingstages Faszien-Yoga an, was sehr gut angenommen wurde. Es zogen zwei weitere prall gefüllte Trainingstage ins Land und leider gab es am dritten Trainingstag auch einen Sturz. Beim Tempotraining auf dem Rad kam es zu einem Sturz, wobei sich eine Athletin leider das Schlüsselbein brach. Gute Genesung und baldiges Wiedersehen auf den Wettkämpfen wünschen wir uns alle liebe Sandra!

Am ersten Entlastungstag ging es für alle in den Pool, der zwar noch mit Eiswürfeln beheizt wurde, aber für 30 Minuten war es okay (-: Eingeheizt wurde den Athleten nicht nur von Carsten im Wasser sondern auch von Moritz, unser SHLV Sprinter Ass und SCI FSJler, der an Land Koordination und Sprintfähigkeit im Neo testete. Dann gab es von Uta noch einen interessanten Vortrag zum Thema Ernährung im Sport und speziell im Trainingslager. Die mitgebrachten Leckereien waren schnell verschwunden! Ansonsten ging es zum Eisessen und an den Strand, um die müden Muskeln für die nächsten Tage vorzubereiten.

Im zweiten Trainingsblock, in dem das Wetter leider nicht so gut angesagt war, wurden die inoffiziellen Landesmeisterschaften im Bergzeitfahren durchgeführt und am Vorabend stand noch mit allen Athleten eine tolle Pastaparty an. Rike und Lissy haben Kochaufträge verteilt und dann wurde gemeinsam gespeist. Die 5,5km beim Bergzeitfahren nach La Sassa forderten alle sehr. Bei den Männern gab es ein extrem spannenden Zieleinflauf:

Name Vorname Jg AK m/w Platz Zeit
1 Hegge Friedrich 1996 Erwachsen m 1 00:13:58
2 Sänger Fynn 1999 Junioren m 1 00:13:59
3 Gehring Philipp 1998 Erwachsen m 2 00:14:03
4 Bolbat Marcel 2001 Jugend A m 1 00:14:04
5 Groth Junias 2002 Jugend A m 2 00:14:10
6 Plambeck Florian 1995 Erwachsen m 3 00:14:11

 

Friedrich war heute aber nicht zuschlagen, wobei er als einer der schwersten äh durchtrainiertesten Athleten der Spitzengruppe nicht zu den Favoriten zählte, sollte man der Expertenmeinung im Vorfeld glauben schenken.

Bei den Damen hielt Rike die junge Konkurrenz (noch) im Griff und dominierte das Rennen! Spannend wurde es dahinter und Johanna überraschte alle!!

Name Vorname Jg AK m/w   Zeit
1 Kubillus Rike 1994 Erwachsen w 1 00:17:20
2 Bröcker Julia 2003 Jugend B w 1 00:18:12
3 Heese Caroline 2002 Jugend A w 1 0:18:16
4 Heese Malin 2002 Jugend A w 2 0:18:23
5 Stölting Alicia 1997 Erwachsen w 2 00:18:33
6 Grell Johanna 2001 Jugend A w 3 0:18:33

 

Am Abend wurden alle Athleten geehrt und große Freude herrschte bei der tollen Preisauswahl. Vielen Dank an die Sponsoren Bike-Components, Zaosu, Sportfreund, Specialized Hamburg, Hai Hamburg, Tri11 und Erdinger. Bevor es zur Siegerehrung ging, mussten sich aber erstmal alle Athleten trocken legen, gerieten wir auf dem Rückweg alle in einen schönen Gewitterschauer. Das spornte an und so wurde in allen Gruppen das Grundtempo erhöht. Gruppe vier durfte auch noch über eine kleine Asphaltblase und mit mächtig Wasser bei der Abfahrt ging es vorsichtig nach Hause.

Auf Grund des Wetters wurde der Trainingsblock verschoben, da zum Wochenende Sonnenschein und über 20 Grad anstanden und bei den äußeren Bedingungen sitzt man doch gerne im Sattel und quält sich Berge hoch. Neben Schwimmen, Rad fahren und Laufen waren die Athletikeinheiten bei Maren weiterhin sehr angesagt und bei unser Physiotherapeutin Alex von der Physiotherapie Salto und Reimers wurde es auch merklich voller auf der Liege.

Am Samstag stand für alle die Königsetappe an und unsere Gruppe 1 hat sich eine schöne Tour ausgesucht mit knapp 3000 Höhenmetern. Die anderen Gruppen zog es Richtung Volterra und auch hier wurde sich mächtig gequält. Am Sonntag ging es für einige schon nach Hause, die Masse erwartete aber noch mal ein kompletter Tri-Trainingstag. Schwimmen, Radeln und Laufen bevor es an das Sachen packen ging. Am Abend ging es noch mal an die Promenade zum Pizza und Eis essen und am nächsten Tag saß man auch schon im Bus nach Mailand zum Flieger.

Es war wieder ein tolles Trainingslager und es war schön mit anzusehen, wie alle Athleten, ob Jung oder Alt, ob Einsteiger oder Veteran – alle haben die sportlichen Herausforderungen super gemeistert und sind zu einem tollen Triathlon Team zusammengerückt! So verging die Zeit wieder viel zu schnell und das gemeinsame Schwitzen war schon vorbei. Und aus Trainersicht war es auch wieder sehr interessant und lehrreich. Die Riegel aus der Trikottasche waren schneller in der Gruppe verteilt, als man „ein mal würde ich auch gerne abbeißen“ sagen kann und auch passen Radweste, Windjacke und Armlinge super in Übergröße. Man gut das man noch ein paar Winterreserven hat. Auch die neuen Erkenntnisse der Physik nehmen ich gerne mit. So schwärmten wir von dem Rückenwind und der Geschwindigkeit von 33km/h bis eine Athletin den angefeuchteten Finger in die Luft hielt und feststellte, dass der Wind auf jeden Fall von vorne kommt und wir keinen Rückenwind haben (-:

Ich wünsche allen eine erfolgreiche, gesunde Saison und freue mich jetzt schon auf unser Toskana Jubiläum 2019 in der unser Unterkunft „La Cecinella“. Vielen Dank noch mal an alle Unterstützer, Trainer, Guides, Tränen-Trockner, heilenden Hände und an alle beteiligten! Schön war es!!

Euer André

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