Wettkampf

Halbdistanzler des SCI pilgern gen Uelzen – mit großem Erfolg

5 Jul , 2018  

Ein großes Starterfeld hat sich in Uelzen auf der Halbdistanz super präsentiert, flankiert von drei Triathletinnen, die es erst einmal langsamer angehen ließen, und auf der Sprint bzw. Olympischen Distanz starteten. Wenn man nahezu 10% des gesamten Starterfeldes auf der Halbdistanz stellt, dann fällt man auf. Den Organisatoren, den Helfern, dem Publikum, den Athleten. Vor allem das Publikum sollte nicht nur die Athleten, sondern ebenso die Groupies an diesem Tag von der allerbesten Seite kennenlernen. Denn auch wenn wir nur wenige waren, an Lautstärke waren wir kaum zu überbieten, wurden sogar aufgefordert auch mal für den einen oder anderen Athleten zu jubeln und mit anzufeuern. Gern geschehen! Doch von Anfang an …

Fast alle reisten bereits am Samstag nach Uelzen, um einigermaßen ausgeschlafen zum frühen Start der Halbdistanz zu erscheinen. Die Hoffnungen auf besseres Wetter hatte zwar schon der Wetterbericht zunichte gemacht, doch wie wir ja aus dem Fussball wissen, kann die letzte Minute die alles Entscheidende sein. Dieses Quentchen Glück wurde uns leider nicht zuteil. Temperaturen um 12 Grad, das Wasser mit 18 Grad einer Badewanne gleich, und Nieselregen ließ den einen oder anderen Athleten schon vor dem Wettkampf die Segel streichen. Doch uns wettergegerbte SCI-ler konnte diese sehr ungemütliche Witterung nicht vom Wettkampfwillen abhalten, obwohl es schon im Hotel brummige Äußerungen gab, und Tine bereits vor dem Schwimmstart derart durchgefroren war, dass wir um ihr Seelenheil und ihr Finish arg fürchteten. Tines Wettkampfwille war stärker als die blauen Lippen anmuten ließen und so kam sie in einer passablen Zeit aus dem Wasser, so wie eigentlich alle Itzehoer mit guten bis sehr guten Schwimmleistungen überzeugen konnten und sich eine prima Grundlage für die folgenden Stunden auf den übersichtlichen Schwimmrunden schafften. Wir waren gut vorbereitet auf den Landgang beim Schwimmen, im nächsten Jahr werden wir auch noch Anstiege direkt nach dem Wasser üben, denn aus dem Wasser raus einen Abhang von ca. 15 Metern mit Neo gazellengleich heraufzustürmen, war für den einen oder anderen keine ganz leichte Aufgabe. Doch dieser Hügel war die beste Zuschauertribüne, konnte doch jeder Schwimmer gebührend hinaufgebrüllt werden.

Dann begann das Warten, das schon nach zweieinhalb Stunden ein Ende hatte, denn Holger bald darauf gefolgt von Kai stürmten in die Laufschuhe, um mit respektablen Laufzeiten dem Ziel entgegen zu rennen. Den Halbmarathon bewältigte Holger in einer Zeit von 1:28 mit einer Minute Vorsprung vor Malte. Malte hatte jedoch die bessere Position auf dem Rad herausgefahren und konnte sich als bester Itzehoer Starter über einen 7. Platz im Gesamtfeld freuen (4:29), dicht gefolgt von Holger (4:35), der den 10. Platz für sich beanspruchen durfte. Den Überraschungscoup landete Kai (4:45). Uta staunte nicht schlecht, als er als vierter Itzehoer Athlet das Wasser verließ. Dass er sich sehr gut auf dem Rad verkaufen würde, darauf waren wir vorbereitet, der abschließende Lauf hat uns staunen lassen. Und so freuten sich alle mit ihm über einen sehr respektablen 30. Platz im Gesamtfeld. Ein sehr gelungener Einstieg in seine Triathlonkarriere, die bereits eine Woche zuvor in Lübeck ihren Anfang nahm. Sehr zufrieden mit ihren Leistungen durften auch Michael (4:59), Karsten M. (5:17), dicht gefolgt von Ingo (5:18) und vor allem Sven L. (5:30) sein. Trotz arger Probleme beim Laufen konnte Sven seine Zeit vom letzten Jahr um zwei Minuten verbessern. Ingo hatte bereits am vorhergehenden Wochenende eine Halbdistanz in Helsingor absolviert und wurde dort am Ende mit einem Ticket zur WM nach Südafrika belohnt. In einer Zeit von 5:35 konnte Jörg finishen. Für ihn lief es bestens an diesem Tag, konnte er doch seine Zeit vom letzten Jahr um 19 Minuten unterbieten. Die Freude auch bei ihm riesig. Haiko (5:43) folgte wenig später ins Ziel. Er war nach dem Schwimmen Holger dicht auf den Fersen, musste auf dem Rad jedoch abreißen lassen. Andreas P. (6:31) war mit der Maßgabe angereist in diesem Jahr nicht das Schlusslicht zu bilden. Seine und unser aller Freude war riesig, als wir realisierten, dass er seine Vorjahreszeit um 28 Minuten verbessern konnte. Auch die Schlusslaterne durfte er an diesem heutigen Tage nicht tragen. Zu Recht lockt auch Tage nach dem Wettkampf dieses Ergebnis ein breites Lachen auf sein Gesicht. Als letzten Starter auf der Halbdistanz durften wir Steffen H. (6:34) im Ziel feiern. Auch bei ihm gab es vor allem beim Laufen eine deutliche Verbesserung und der geneigte Betrachter mag dies den freundlichen Küßchen am Rande des Laufes zubilligen. Einzig Nils konnte an diesem Tag sein Rennen nicht zu Ende bringen. Dies war bereits im Vorfeld verletzungsbedingt klar, doch an ein Aufgeben vor dem Start war für Nils nicht zu denken und so brachte er sich mit guten Leistungen über die Schwimm- und Radstrecke, um dann beim Laufen noch eine Ehrenrunde zu drehen.

Glücklich und zufrieden auch die Frauen. Helga (5:22) präsentierte sich in sehr guter Form und konnte sich im Gesamtfeld auf einem sehr guten 17. Platz wiederfinden. Auch Tine (5:36) durfte im Ziel ihren Frust vom Morgen vergessen. Und obwohl sie auf der teils unwegsamen, baumwurzeligen Laufstrecke noch einen Bauchklatscher landete, konnte auch sie ihre Vorjahreszeit um 13 Minuten verbessern. Mit Jessi (6:14) folgte dann die vorletzte SCI-Frau ins Ziel. Sie war an diesem Tag nicht sehr zufrieden mit ihrem Wettkampf, die argen Witterungsbedingungen hatten ihr einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Team der weiblichen Halbdistanzler machte dann Jacqueline (6:19) komplett. Sie lief freudestrahlend und jubelnd der Ziellinie entgegen, so dass wir anderen ebenso in richtige Feierstimmung kamen.

Noch drei weitere Starterinnen durften den O-See-Triathlon erleben. Sylvia absolvierte ihre erste OD und durfte sich über einen überraschenden Sieg in der Altersklasse freuen. Sie hatte sich vor allem beim Laufen völlig verausgabt in einer respektablen Zeit von 57 Minuten. Sehr gut hatte sie sich auf ihre Angstdisziplin, das Schwimmen, vorbereitet. Musste jedoch der Aufregung Tribut zollen. Dennoch darf Sylvia zufrieden sein, es bleibt die Medaille, die beim O-See-Triathlon allein den Siegern Gesamt und AK vorbehalten ist.

Für eine weitere Überraschung sorgte Mareike. Sie startete als einzige von uns ohne Neo, nachdem das Für und Wider immer wieder erwogen wurde. Letztlich hat sich die Entscheidung gegen den Neo als gut herausgestellt, die Schwimmzeit sehr gut, auf dem Rad lief es bestens, und mit einem guten abschließenden Lauf konnte Mareike sehr zufrieden sein. Sie hat sich am Ende im Gesamtfeld im vorderen Mittelfeld auf Platz 17 plaziert.

Den kürzesten Tag hatte Uta. Sie startete im Sprint, allerdings nur 500m Schwimmen, nicht gerade ihre Paradestrecke, doch am Ende sollte sie zufrieden sein mit der Zeit, so wie sie es vor allem mit ihrer Radzeit auf dieser etwas profilierten Strecke war. Mühte sie sich noch über die Laufstrecke war der Lohn am Ende ein Zweitplazierung in der AK.

Extra angereist zu diesem Wettkampf waren André mit samt Kindern und Cathrin und Stefan. So waren denn die Anfeuerungsrufe auch auf der Rad- und Laufstrecke gesichert, befanden sich doch zeitgleich fast alle von uns auf Strecke. Zu überhören waren diese fünf nicht und konnten uns so das eine oder andere Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Der O-See-Triathlon kann mit Freundlichkeit, Überschaubarkeit und familiärer Athmosphäre genauso punkten wie mit einer super leckeren Zielverpflegung. Allein die Laufstrecke konnte nicht ganz überzeugen, da sie an einigen Stellen mit sehr viel Vorsicht zu genießen war. Dennoch: O-See-Triathlon gerne wieder.

Uta



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