Wettkampf

Letztes Regionalligarennen in Bad Zwischenahn

30 Aug , 2018  

Es war gekennzeichnet vom Wetter, drei Debütanten in unseren beiden Ligateams und einer mutigen Polizistin.

In Bad Zwischenahn sollte es noch einmal spannend werden für die Regionalliga. Ein zweiteiliger Wettkampf war angekündigt. Er sollte mit einem Swim-and Run-Vorkampf beginnen, bei dem zunächst im Zwischenahner Meer 500m geschwommen und anschließend 3 km gelaufen werden sollten. Die gewerteten Teamleistungen sollten am darauffolgenden Tag als Startreihenfolge für den Teamsprint dienen. Schon die Anfahrt brachte Adrenalin mit sich, da wir uns von Stau zu Stau in Richtung Bad Zwischenahn bewegten. Es saß uns die Zeit im Nacken, um dem Reglement der Anwesenheitspflicht für die Teamchefs Rechnung zu tragen. Diese Hürde konnte schlussendlich glücklich genommen werden und es gab dann auch keine Zeit mehr zu verlieren, um in die Wettkampfklamotte zu steigen.

An den Start sollten gehen für das Männerteam:
Tim, Jakob, Marvin, Thilo und neu dabei Robin Salto.

Für das Frauenteam gab es folgende Nennung:
Helga, Lissy und neu dabei Leonie und Johanna.

Leider hatte es der Gewittergott nicht gut mit den Athleten gemeint. Regenschauer und Gewitterschauer wechselten sich ab, der Start des Swim-and-Run wurde dreimal verschoben, bis dann auch der letzte Athlet völlig durchgefroren nur noch dicke Backen machte. Letztlich wurde der Sicherheit der Athleten und der Helfer auf dem Wasser Rechnung getragen und der Vorkampf ersatzlos gestrichen. Einzig das Startformat für den Hauptwettkampf blieb bestehen und so wurde nach der Rangliste der Regionalliga im Abstand von einer Minute gestartet.

Keine Zweikämpfe im Wasser, das hieß für unsere Mannschaften, dass das Zusammenbleiben als Mannschaft einfach werden würde. Die Männer konnten erfolgreich ihre Schwimmstärke auskosten, verließen mit der schnellsten Schwimmzeit das Wasser und hatte außerdem eine Mannschaft überholt. Gute Aussichten für den weiteren Wettkampf. Der Wechsel gelang zügig und es war an Jakob für die nötige Pace zu sorgen. Newcomer Robin schlug sich gut auf dem Rad, wurde immer mal wieder von seinen Kollegen motiviert und ab ging die Post. Es gelang ein reibungsloser Wechsel in die Laufschuhe. Und nun war es Tim, der Motivationsschübe benötigte, um nicht aus dem Team zu fallen, da Jakob erwartungsgemäß beim Laufen nicht folgen konnte.

Schlussendlich gelang allen ein gutes Rennen, der 6. Platz sollte Lohn für die Arbeit sein. Damit dürften die Jungs ganz zufrieden sein und es bleibt zu hoffen, dass für die kommende Saison das Schwimmen wieder eine gute Ausgangsposition für alle Rennen schafft. In der Abschlusstabelle belegte das Team somit Platz 8. Ein toller Erfolg für das junge Team in der ODlastigen Liga, was nicht auf unsere stärken Zugeschnitten ist.

Etwas anders gestaltete sich das Rennen bei den Frauen. Hier liegt die Stärke eher im Laufen zumal mit Johanna eine spritzige Läuferin das Team verstärkt hat. Leider konnte Lissy ihre Schwimmstärke in diesem Wettkampf nicht ausspielen, galt es doch auch für die Frauen als Team aus dem Wasser zu kommen. Doch danach lief es wie am Schnürchen. Lissy sorgte für die nötige Pace, Helga behielt die Übersicht und verhalf Leonie zu einer kleinen Atempause, indem sie Lizzy kurzzeitig an der Radspitze ablöste. O-Ton Leonie: „Als Helga vorne fuhr, konnte ich mich endlich mal ein kleines bisschen ausruhen.“ Wie vorausgesehen gab Leonie an diesem Tag alles und noch etwas mehr. Sie musste nach wenigen Laufmetern abreißen lassen, musste sich eine kurze Pause gönnen, ließ es sich dann jedoch nicht nehmen noch abgeschlagen das Rennen zu beenden. Gleichwohl: es lag auf der Hand den Wettkampf nicht zu finishen. Das zeugt von ganz viel Wettkampfgeist.

Schwierigkeiten beim Laufen hatte indes auch Helga, die nun auf jeden Fall mit Lissy und Johanna das Ziel erreichen musste. Es war nun an ihr die Erfahrung des „Geschoben werdens“ zu machen. Letztlich gelang es gut, die Damen durften ebenfalls den sechsten Platz für sich in Anspruch nehmen. In der Abschlusstabelle belegte unser Damenteam einen guten siebten Platz.

Nach der getrübten Wettkampffreude am Samstag, zauberte ein guter Wettkampftag allen Athleten ein Lächeln aufs Gesicht. Besonderes Lob gab es für die drei Newcomer, die sich sehr hoch motiviert präsentiert hatten und mit einer sehr guten Einstellung in das Rennen gegangen waren.

Eine sehr gute Einstellung zeigte indes auch eine Polizistin an der Radstrecke. Sie versuchte zunächst händeringend einen älteren Verkehrsteilnehmer daran zu hindern über einen Fußweg mit seinem Auto die Wettkampfstrecke zu kreuzen. Als dies nicht half, versuchte sie den Wagen zurück zu schieben, was leider immer noch keine Einsicht bei besagten Autofahrer zeitigte. Erst als sie sich mutig auf die Motorhaube schmiss und auf die Windschutzscheibe einschlug, war der Autofahrer einsichtig und hielt an. Auch dies eine Impression von den Wettkämpfen am Bad Zwischenahner Meer, die nicht nur gekennzeichnet waren von fightenden Triathleten.

Die mal wieder über die Laufstrecke keuchende Berichterstatterin wurde auf ihrer abschließenden Laufrunde von Caro aus Lüneburg eingeholt, die sich dann darauf verstand immer wieder für Motivation zu sorgen. Caro hätte viel schneller finishen können, fand es jedoch netter nicht allein zu laufen und Uta ins Ziel zu peitschen. 😊

Wieder eine Geschichte, die dieser Sport schreibt und zeigt, dass nicht nur Höchstleistung das Maß aller Dinge sein muss, sondern gleichberechtigt auch der Spaß an erster Stelle steht.

Uta



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