Spass, Training

Triathlon-Trainingstag mit hohem Informationsgehalt

29 Oct , 2018  

Mit etwas Verspätung sprangen rund 30 Athleten der Triathlonssparte des SCI ins Becken des Itzehoer Hallenbades, um sich zu Beginn der neuen Trainingssaison in Grundlagenausdauertraining und Technik zu üben. Eine bunte Mischung aus sog. Agegroupern (Athleten jenseits der 30 Jahre), jungen Wilden und jungen Erwachsenen hatte sich zu diesem Trainingstag eingefunden um die 3 bis 4 km, die André mit verschiedenen Aufgaben angefüllt hatte, Zug um Zug abzuschwimmen.

Nächste Station des Tages: der Clubraum des Fitnesscenters. Abteilungssitzung war angesagt. Viele Informationen rund um unsere Sparte mit besonderem Hinblick auf Problempunkte, wie ein voraussichtlich deutlich geringer ausfallendes Budget für die Abteilung im kommenden Jahr. Begründet auf die gesamtwirtschaftliche Situation des SCI, wird es Einschnitte geben müssen. Nennenswerte Einsparungen kann es in der Triathlonsparte nur über Eigenanteile bei den Startpässen geben. Somit kann dem Vorstand ein deutliches Signal geboten werden in der Hoffnung alle anderen Ausgabenfelder von Einsparmaßnahmen ausnehmen zu können. Dies gilt insbesondere unserem Aushängeschild, dem Ligabetrieb, doch auch Agegrouper und Jugend sollen nicht zu kurz kommen. Für die Pressearbeit konnte Silvia gewonnen werden, Uta wird weiterhin Artikel für die Homepage schreiben, die wie bisher weiter von Oliver Sanftleben betreut wird. Gern können eigene Artikel geschrieben werden, oder die beiden Damen werden mit Ergebnissen und Ereignissen rund um die Wettkämpfe gefüttert. Die Agegrouper haben zukünftig in Uta eine Ansprechpartnerin. Dies gilt für Neulinge ebenso wie für die „alten Hasen“.

Nach einer fruchtbaren Abteilungssitzung durften wir dann einer Präsentation von Florian Söhnchen folgen, in der er uns ein neues Gel vorstellte, das allein auf Honig basiert. Zugesetzt wird diesem Gel lediglich Ostseesalz, das aus einer Manufaktur in Kiel stammt. Also ein wirklich regionales Produkt, das sich lohnt einmal probiert zu werden. Die Vorteile im Sport konnte uns Flo ebenso eindrucksvoll schildern, wie die gesundheitlichen Auswirkungen, des Honigs. Vielleicht wird dem ein oder anderen Aerobee viel besser schmecken als andere Gels, die wir bisher kennen gelernt haben. Die große Hoffnung jedoch besteht darin, dass Aerobee deutlich magenbekömmlicher sein könnte, was ein deutliches Plus im Wettkampf wäre.

Richtig eindrucksvoll wurde es, als uns Katharina und Jakob Vinje von Vinje-Cycling geführte Rennradreise in den Haute Alpes in Frankreich vorstellten. So ist es mit ihnen möglich geführte Touren auf den legendären Strecken der Tour de France zu fahren und zwar sowohl für sehr leistungsorientierte Fahrer als auch für die nicht ganz so Kilometer- und Höhenmeter reißenden Triathleten. Alle können während eines Aufenthalts Versorgung auf der Strecke mit Material und Bekleidung ebenso genießen wie Picknick und Sporternährung. Abgerundet durch eine Auswahl an sehr komfortablen Unterkünften. Richtig rund wird die Sache dann noch durch die Möglichkeit, dass diese Touren auch als Familienurlaub durchgeführt werden können, so dass die sportliche Variante mit der Familie kombiniert werden kann, ohne sich selbst dabei all zu sehr kümmern zu müssen. Highlight des Angebots sind weitergehende Führungen während der Tour de France, die gute Aussichtspunkte und direkten Kontakt zu der Fahrern der Tour sichern. Ausgeschmückt war die Präsentation mit sehr eindrucksvollen Bildern zu den Routen durch die französischen Hochalpen und immer wieder mit dem Hinweis auf die wenig befahrenen Straßen, der Rücksichtnahme der einheimischen Fahrer und den guten Straßenbelägen. Wie immer hat solch ein Angebot natürlich seinen Preis, doch wenn man einigen Probanden aus unserer Abteilung lauscht, die in den Herbstferien eben dort einige Strecken genießen durften, dann bekommt man schon sehr großen Appetit auf einen solchen Sporturlaub.

Besonders zu erwähnen ist, dass die beiden Vinje-cycling-Gründer auch zum Ernährungsworkshop einen tollen Beitrag geleistet haben, indem sie uns leckere Kraftprotze und Energiepralinen servierten, getreu ihrem Motto „Du fährst Rennrad. Wir kümmern uns um den Rest“ Die waren echt sehr lecker und stecken voll guter Power. Rezepte als PDF auf dieser Seite.

Fast ein bisschen stiefmütterlich abhaken mussten wir unser kurzes Lauftraining, um wenigsten das Crossfit Zirkeltraining noch in der Gänze zu absolvieren. Hier und da blieb einem beim Crossfittraining schon mal das Lachen im Halse stecken, doch meist waren wir ganz vergnügt und hatten zum guten Schluss eine schweißtreibende Einheit hinter uns gebracht.

Den Schlusspunkt und sicherlich ein Highlight des Tages war der Kochworkshop mit Katie aus dem Park Fitness Center. Katie ist dort nicht nur als Trainerin tätig sondern auch als Ernährungsberaterin und konnte uns schon in ihrem Vortrag zur Basis-Sporternährung für Ausdauersportler mit Fakten verblüffen. Sie gab Einblicke in die auf das Training abgestimmte Ernährung vor allem in Hinblick auf das derzeitige Grundlagenausdauertraining zu Beginn einer neuen Trainingssaison. Das dabei entscheidende Schlagwort war die Theorie des „Train low – compete high“ mit Strategien, Anwendungsbeispielen und Empfehlungen. Am Ende dieses spannenden Vortrags war klar, eine Fortsetzung muss folgen, denn wir gehen ja noch in weitere, anstrengendere Trainingsphasen, die ernährungstechnisch unterstützt, eine besondere Wirkung zeitigen können.

Praktisch umsetzen konnten wir dann in der AVS-Küche einige Rezepte, die Katie in Form von Stationsarbeit perfekt vorbereitet hatte. Alle Zutaten und Kochutensilien standen bereit, Katie immer zur Stelle, wenn es irgendwo „brannte“ und es wurde munter, auch unter Tränen gekocht, gebacken und gebrutzelt. Es duftete herrlich in der Küche, die Stimmung war prächtig, der Hunger groß, ebenso die Erwartung. Einen Klassenraum hatte Katie liebevoll in ein Esszimmer verwandelt, so dass wir mit Freude unsere Menüfolge genießen konnten. Wir haben genossen: Kubanische Quinoa-Bowl, Shakshuka – eine israelische Köstlichkeit – von uns umgetauft in Shakalaka, Grünkohl-Linsen-Lasagne und ein fruchtiges Apple-Crumble. Aus zeitlichen und personellen Gründen mussten wir leider auf das vegane Bananenbrot und den Rote-Bete-Salat mit Hähnchenbrust an Parmesankräcker verzichten. Des einen Freud, des anderen Leid kam die Rote Bete nicht zum Zuge an diesem Abend, soll sie doch ein perfekter Energielieferant vor allem in Sachen Eisen sein. Doch heute ist nicht alle Tage und wer weiß was uns Katie im nächsten Workshop anbieten wird. Mit Katie hatten wir ein perfektes Finishing für diesen langen Tag, auch wenn die Richtzeit um Längen getoppt wurde. Insgesamt lässt sich feststellen: eine bunte Mischung aus sportlichem, lehrreichem, interessantem und fröhlichem Trainingstag.

Weitere Bilder gibt es hier.

Uta

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