Allgemeines, Wettkampf

Ironman 70.3 Dubai – 1. Februar 2019

14 Feb , 2019  

Schwimmen im Persischen Golf – Rad fahren in der Wüste – Laufen an der Strandpromenade von Dubai (welcome to hell :-))

Als wir uns für den Half Ironman in Dubai angemeldet hatten, war klar dies wird eine andere Herausforderung als sonst. Während alle anderen den Winter zum regenerieren nutzten, fingen wir an unsere Trainingseinheiten zu erhöhen.

Da ein Freiwassertraining zu dieser Jahreszeit nicht möglich war, hieß es Kacheln zählen. Während Björn sich auf seinem Rennrad auf der Rolle vorbereitete, fuhr ich draußen MTB oder ging zum Spinning. Es war klar, dass ich erst in Dubai auf meinem Rennrad sitzen würde. Unsere Laufeinheiten fanden bei Kälte, Regen oder Schneefall oft im Dunkeln statt, dass kostete uns ganz schön Überwindung.

Am 25. Januar 2019 flogen wir dann bei -5° endlich nach Dubai, wo es schon angenehme Temperaturen von +26° hatte. Die ersten Tage nutzten wir zur Eingewöhnung. Erstes Testschwimmen im Persischen Golf, welches auffällig salzig war, aber dafür keine Quallen. Juhu. Eine kurze Laufeinheit im Anschluss am Strand in der Mittagssonne war schon heftig.

Mit den Rennrädern fuhren wir parallel zur Al Quadra Road, auf einer extra nur für Fahrradfahrer angelegten Straße, einen Teil der Radstrecke ab. Die Strecke war sehr windanfällig und hatte einen leichten Anstieg bis zum mitten in der Wüste gelegenen Wendepunkt.

Der Wettkampf rückte immer näher und meine Nervosität stieg an. Hier war alles etwas anders, als wie wir es sonst gewohnt waren. Die Wettkampfbesprechung fand im Freien, bei einem der teuersten Hotels in Dubai statt. Mit dem Burj al Arab im Hintergrund und einem tollen Buffet. Da waren wir schon etwas überrascht.

Die Wechselzone war komplett mit Teppich ausgelegt und es waren sogar rote Samtstühle aufgestellt (sonst sieht man ja eher Holzbänke).

Am Freitag ging es dann endlich bei Sonnenaufgang los. Einschwimmen war leider nicht möglich, da es einfach zu dunkel war, aber es ging auch so. Wir waren einfach froh, dass es endlich los ging. Bei Björn lief das Schwimmen recht gut, während ich für meine Verhältnisse viel zu langsam war. Das Rad fahren machte riesig Spaß. Wir fuhren auf einer 8-spurigen Autobahn, auf der jeweils eine Spur hin und zurück für das Rennen abgesperrt war. Bei über 2000 Startern war es am Anfang recht voll auf der Strecke bis sich das Feld sortierte und der Wettkampf fair ablief. Wir fuhren aus Dubai raus in die Wüste, bei 45 km kam ein Wendepunkt und es ging zurück in die Stadt. Das Wetter spielte mit und der Wind war gegen sonst recht seicht. Zu dieser Jahreszeit gibt es nämlich hier oft sehr unangenehme Sandstürme, da wäre ein Wettkampf nicht möglich gewesen.

Nachdem Radfahren wurde es dann echt heftig. Bei +30° ohne Schatten war nun das Laufen direkt am Meer dran. Eine 14 km Runde, die mit einem speziellen grünen, dämpfenden Belag ausgestattet ist, wurden eineinhalb Runden gelaufen. Hier mussten wir jede Möglichkeit zum kühlen und trinken nutzen. Ich holte mir einen ordentlichen Sonnenbrand und war heil froh als das Ziel endlich erreicht war.

Es war ein toller, gut organisierter Wettkampf und wir sind froh, dass wir dieses „Abenteuer“ gemacht haben.

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