Spass, Wettkampf

Große Augen in der Cabrioschwimmhalle zu Neumünster

3 Mar , 2019  

Da staunten wir ja nicht schlecht: 8x 50m-Bahnen, alle abgekettet, in einer lichtdurchfluteten Halle, wir konnten uns gar nicht satt sehen. Doch irgendwann hatte sich die Aufregung ob der schönen Schwimmhalle in Neumünster gelegt und die Konzentration auf die Freude am Schwimmen bei der 100 x 100m Schwimmchallenge nahm ihren Lauf.

Eingeladen hatte der TSV Neumünster, wir erinnern uns, die TSV-Mädels waren die Aufsteiger der Landesligasaison in 2018. Wir, die der Einladung gefolgt waren, hatten uns zuvor auf zwei Staffeln geeinigt, nämlich die Zweierstaffel mit Kaipi und Karsten B. (“Wir haben Spaß“) und eine Viererstaffel um unser Orgateammitglied und HPpfleger Olli S. (drei Engel für Olli). Uta, Cathrin und Mareike sollten die drei Engel sein, daraus wurde jedoch zumindest ein Bengel, nämlich Stefan, da Uta aus gesundheitlichen Gründen auch diesen Start wie schon in Kiel absagen musste. Sie vergnügte sich in der Rolle der Betreuerin, verstärkt durch das weitere Orgateammitglied Sabine. S.

Keiner von uns hatte eine blasse Ahnung davon wie solch ein Rennen abgeht. So staunten wir nicht schlecht, als wir das Zeittableau am Beckenrand sahen, auf dem die Abgangszeiten (2:00; 2:15; 2:30 min) zu sehen waren, inklusive der Runden, die zurückzulegen waren. Eigentlich ganz einfach. Die Uhr zählte für alle drei Startzeiten runter. So konnte ein Jeder sehen wann er zu starten hatte und wieviele Runden bereits geschwommen waren.

Kaipi und Karsten hatten sich mit jeweils 5000 m unterbrochen durch je eine 5-min-Pause nach 2500m in der Abgangszeit von jeweils 2:15min einiges vorgenommen. Zunächst galt es sich in der Bahn einzusortieren. Wie im realen Triathlon, wer schneller schwimmt, übernimmt die Spitze, der Rest folgt. Glanzvoll zeigten die Schwimmer um Karsten wie man sich über 5000m in der Führungsarbeit ablösen kann. So konnte jeder mal den Windschatten genießen und sich erholen. Kaipi dagegen hatte das schwerere Los gezogen, er musste nach zunächst schnellen Zeiten abreißen lassen, sortierte sich irgendwann am Ende ein und konnte so „sein Ding“ nach Hause schwimmen. Letztlich eine gute Strategie. Wir lernen ja noch. Leider waren fette Arme für ihn nicht mehr zu umgehen, doch Kaipi freute sich nach 5000m wie Bolle und wird vielleicht einen kleinen Muskelkater sein Eigen nennen können.

Da hatte es das Viererteam um Olli doch deutlich einfacher. Mareike vertrieb sich als Erste die Zeit im Wasser, konnte entspannt schwimmen, alle Ängste hinter sich lassen und am Ende fröhlich in die Welt schauen, gefolgt von Cathrin. Cathrin hatte einen sehr guten Tag, spulte ihr Programm ab, konnte am Ende ihre Zeiten noch steigern und die Führungsrolle auf ihrer Bahn übernehmen. Da kam so richtig Freude auf. Als Dritter unser Olli. Nach sehr langer Wasserabstinenz, er hatte am Dienstag zuvor endlich mal wieder Chlorwasser geschmeckt, war er mit gerade vergangenem Muskelkater ins Rennen gegangen. Konnte Olli zunächst sehr gut folgen, musste er abreißen lassen und reichte sich nach hinten durch. Doch wer gedacht hätte, er würde nun die Sache mal ganz locker auspaddeln, der hatte sich geirrt. Als ehemaliger Schwimmsportler gelang es ihm in beachtlichem Bruststil temporeich dran zu bleiben. Und last but not least leistete er sich noch einen Schlußspurt, den er zu seinen Gunsten abschließen konnte. Natürlich haben wir es uns nicht entgehen lassen, dies per Videoaufzeichnung zu dokumentieren. Es wird in die Analen eingehen. Und zum Schluss Stefan, der verlässlich wie immer, seine Runden zog. Er hatte allerdings mit wechselnden Geschwindigkeiten zu kämpfen, ein gleichmäßigeres Tempo vor ihm wäre ihm lieber gewesen.

Am Ende gab es eine Urkunde samt Medaille für jeden Teilnehmer. Versorgt wurden wir die gesamte Zeit durch die ehrenamtlichen Helfer um Ulrich Hass. Es war alles in allem sehr kurzweilig, es haben sich nette Begegnungen ergeben. Jeder war irgendwie Sieger. Fröhlich, entspannt und locker haben wir einen Spätnachmittag und Abend erleben können. Fernab vom Wettkampfstress einfach in der Gemeinschaft zu sein, war eine schöne Erfahrung auf dem Weg in die sich langsam abzeichnende Wettkampfsaison.

Uta

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