Spass, Wettkampf

Swimrun – Cathrin und Helga sind begeistert!

23 May , 2019  

Welche sportlichen Möglichkeiten sich für Triathleten ergeben können, haben am vergangenen Sonntag Cathrin und Helga erfahren dürfen. Nachdem der Swimrun sich bereits seit vielen Jahren, vorwiegend in den skandinavischen Ländern, großer Beliebtheit erfreut, legten nun Helga und Cathrin als erstes Frauenzweierteam in Norderstedt bei der urban challenge nach. Bereits im vergangenen Herbst hatten Volker, Karsten und auch Holger begeistert erste Erfahrungen im Swimrun verzeichnen können.

Zu überwinden waren für die Damen in Norderstedt insgesamt 12,8 Laufkilometer und 1,7 Schwimmkilometer. Diese teilten sich auf in 6 Schwimm- und 8 Laufsplits. Gestartet wird im Team, die Sportlerinnen sind durch eine Leine miteinander verbunden. Lediglich 10m dürfen beide Athleten voneinander entfernt sein.

Sowohl beim Laufen als auch im Wasser sind Hilfsmittel wie paddles und pulboyes sind erlaubt. Obligatorisch die Laufschuhe, der Neoprenanzug, Schwimmkappe und Schwimmbrille. Das gesamte Equipement bleibt während des gesamten Rennverlaufes am Mann und an der Frau. Eine logistische Herausforderung, wie Stefan nicht müde wurde zu betonen. Geschwommen wird mit Laufschuhen an den Füßen, gelaufen meistens mit Schwimmkappe auf dem Kopf. Die Schwimmbrille wird beim Lauf mal kurz im Neoprenanzug verstaut, der speziell für Swimrunner entwickelt wurde und entgegen den beim Triathlon bekannten Modellen vorn mit einem Reißverschluss versehen ist. Etwas unwirklich wirken die vergrößerten Hände durch die Paddles. Sie sorgen im Wasser für mehr Druck beim Schwimmen., stellen beim Laufen jedoch kein großes Hindernis dar. Kann man sie doch einfach auf den Handrücken drehen. Unsere Damen verzichteten bei ihrem ersten Swimrun jedoch auf dieses Hilfsmittel.

Cathrin und Helga waren sich schon im Winter einig, das Swimrunning zu versuchen. Norderstedt mit seinem wunderbaren Stadtpark und einem beliebten Badegewässer mittendrin bietet ein ansprechendes Terrain. Orientiert hatten sich die beiden am außergewöhnlich warmen vergangenen Frühjahr mit seinen sommerlichen Temperaturen. Da die Wassertemperatur mit 14 Grad jedoch etwas zu wünschen übrigließ, erschwerte dies auch die Vorbereitungsphase, die aufgrund der Witterungsbedingungen der letzten beiden Wochen sehr knapp ausfiel. Allerdings kam auch hierbei der Spaß nicht zu kurz. Das Anschwimmen in der Lohmühle, durch Cathrin, Helga und Steffen einen Tag vor dem Wettkampf wurde mit Beifall, Freude und aufmunternden Sprüchen begleitet.

Ist es eine schiere Überwindung ins Wasser zu gehen und vor allem das Gesicht das erste Mal einzutauchen, sorgten die Laufsplits in Norderstedt jedoch wieder für einen Temperaturausgleich. Das Gelände hielt so manche Überraschung bereit. Vielfach gab es Stufen beim Laufen zu überwinden. Auch war es in Ufernähe nicht immer einfach über die Steine hinweg an Land zu kommen. Besonders schwierig ist es für alle Athleten sich vom Schwimmen wieder auf das Laufen einzustellen. Diese Erfahrung konnten Helga und Cathrin bereits in der Vorbereitung in der Lohmühle machen. Und es bestätigte sich was sie im Training erfahren hatten: den Beinen klar zu machen, dass nach dem Schwimmen wieder das Laufen kommt, erfordert Übung, muss sich der Körper innerhalb weniger Sekunden von der horizontalen Schwimmlage wieder in die vertikale Laufposition begeben. Eine hohe Anforderung für jeden Kreislauf. Doch mit Begeisterung und sehr viel Spaß haben Cathrin und Helga ihre Aufgabe gemeistert, kamen gemeinsam nach 2:09 Stunden gut gelaunt ins Ziel und sind sich nun einig, dass dieser Ausflug jenseits des Triathlons nicht der Letzte war.

Diese Form des Wettkampfes wird sicherlich auch in Zukunft weitere Freunde unter unseren Triathleten finden, keine Freunde wurden wir, die Starter und Zuschauer, allerdings von der Organisation dieser Veranstaltung. Das Startgeld ist mit 71 Euro pro Nase verhältnismäßig hoch, bedenkt man zu welchen Preisen es gelingen kann aufwändigere Triathlon Veranstaltungen zu wuppen. Gespart wurde an wegweisenden Helfern, die als solche nicht immer erkennbar und nicht immer in ausreichendem Maße vorhanden waren. Eine größere Tafel mit einer Ansicht des Streckenverlaufs wäre ebenfalls von Vorteil gewesen, sowohl für die Zuschauer als auch die Teilnehmer. Leider fehlte sie gänzlich. Im Startbeutel fand sich ein hübsches Finishershirt, gleichwohl hätten Teilnehmer das pfiffige Teamleibchen gern mit nach Hause genommen. Hier waren 20 Euro extra zu berappen. Angekündigt war eine heiße Dusche, bekanntermaßen verfügt das Strandbad in Norderstedt leider nicht über solche. Angesichts der Wassertemperaturen hätten sich die Teilnehmer über warme Duschen gefreut. Leider ist es den Profis der Organisationsfirma nicht gelungen für eine heiße Dusche zu sorgen. Hier kann man nur ein ganz dickes Minus setzen und das Engagement von unserem Sportsfreund Eggert, der alljährlich für warme Duschanlagen an der Lohmühle sorgt, nicht genügend in den Himmel loben.

Darüber hinaus fand vor dem Swimrun Wettbewerb bereits ein Trailrun statt, bei dem wir überraschenderweise Läufer der Happyfeet begrüßen durften. Sie hatten das Glück die ausgewiesene Laufstrecke zu einem sehr erschwinglichen Preis zu testen, nämlich für gerade mal 3,50 Euro pro Teilnehmer. Hier zeigt sich doch eine große Diskrepanz und es darf das Startgeld sicherlich hinterfragt werden. Vergessen werden soll allerdings nicht, dass die Preise für die Erstplatzierten ansehnlich waren. Schauen wir mal was sich in Zukunft noch entwickeln wird. Der Spaß an der Freude konnte an diesem Tag jedenfalls nicht getrübt werden.

Uta

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