Wettkampf

Garmin challange Herning/Dänemark – Tim auf der MD am Start

18 Aug , 2019  

Nach längerer Planung und guter Vorbereitung im Winter stieg kurz vor Pfingsten die Spannung im Hause Kopacz/Wolgast. Die erste Mitteldistanz im Rahmen der dänischen Meisterschaften sollte der Einstieg in dieses Format für Tim werden. So reisten wir im Familienclan zwei Tage vorher an, um uns an die Gegebenheiten zu gewöhnen, alles in Augenschein zu nehmen und in Ruhe die letzten Vorbereitungen für das Rennen vorzunehmen. Die Spannung stieg nicht nur bei Tim im Laufe dieser Zeit, auch Mutti Uta hatte mit dem Adrenalin zu kämpfen.

Angetan waren wir vom Schwimmgelände. Der Fuglsangsee, sehr übersichtlich, bot eine langgestreckte, leicht zu überblickende Schwimmstrecke im Viereckkurs. Auch die Wechselzone, T1, übersichtlich, alles mit rotem Teppich ausgelegt, gut beschildert. T2, die Wechselzone in der City übersichtlich, keine sich überschneidenden Wege, alles Top. Der Zieleinlauf, direkt vor dem Rathaus langgestreckt, hätte vielen Zuschauern die Möglichkeit gegeben, zu klatschen und die Athleten zu bejubeln, wenn…. doch der Reihe nach….

Freitags, nach Abholung der Startunterlagen erst einmal alles vorbereiten, Wechselbeutel packen und einchecken. Wettkampfbesprechung… auf dänisch… geschenkt.

Der Start sollte für die dänischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz für alle Starter außer der Meisterschaftsagegrouper und Profis um 12 Uhr Mittags erfolgen. Vorher wollten wir uns jedoch schon mal einen Profistart der Frauen/MD anschauen. Auch gab es Sprintdistanzen zuvor zu beklatschen. So war es denn beruhigend zu sehen, dass es rolling starts ins Wasser geben würde. Super!

Keineswegs super: das Wetter. Böiger Wind, immer wieder dichte Regenschauer, die Lufttemperatur immerhin etwa 17 Grad. Das Rahmenprogramm mussten wir im Auto sitzend betrachten – nämlich eine Flugshow. Schade. Wo bekommt man sonst so etwas beim Triathlon geboten?

Endlich war es soweit. Zwei Kommentatoren heizten schon den ganzen Morgen die Stimmung bei Athleten und Publikum an. So auch diesmal. Tim konnten wir gut erkennen, seinen Start ins Wasser ziemlich hautnah miterleben. Gute Reise… Mutti war immer noch aufgeregt, wie würde das Fahren laufen? Schwimmen, in 28 Minuten erledigt. Kabbeliges Wasser, Windböen. Und diese dann ganz heftig beim Schwimmausstieg zum ersten Wechsel. Und dichter Regen. Trotzdem, bei Tim sieht alles gut aus. Locker.

Zu lang war für uns der Weg um die Wechselzone. Seine Fahrt raus auf die 90 Kilometer lange Strecke konnten wir nicht mit Jubel begleiten. Jetzt hieß es Daumen drücken. Hoffen, dass alles gut geht, keine Panne. Wie kalt würde es auf dem Rad werden? Tim erzählte später von Hagelschauern. Regen sowieso. Der Adrenalinspiegel bei Mutti immer noch sehr hoch.

Doch das Wetter konnte Tim nichts anhaben an diesem Tag. Nach 2 Stunden und 25 Minuten fuhr er zum zweiten Wechsel ein. Und ganz nebenbei: Profis haben auch gerne mal Probleme mit dem Ausziehen der Schuhe und Absteigen vor der Linie 😊. Das klappte bei Tim allerdings vorzüglich. Seine Renneinteilung war gut im Plan. Es lief super, trotz Scheißwetters.

Mutti wunderte sich, als Tim auf den ersten Metern der Laufstrecke einen Schuh auszieht. Oh Wunder, was packt er denn da aus? Cool, wenn man mit einer Medaille vom letzten Wettkampf im Schuh losrennt.

Die ersten beiden von vier Laufrunden liefen im Auge des Betrachters richtig rund. Doch danach? Zweifel. Wir hatten allerdings den Beobachtungsposten gewechselt, da ist es mit der Rechnerei für Mutti dann auch etwas schwieriger nach so einem langen Tag. Oh je, lief nicht gut. Doch Augen zu und durch. Der letzte Rest fluppte. Mit strahlendem Lachen lief Tim dem Ziel entgegen. 4:35:05 sollten im Ziel auf der Uhr stehen. Platz 72 unter allen 538 gestarteten Männern. Das wurde mit dem 4. Platz in der AK belohnt. Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen. Tim, erschöpft aber glücklich und zufrieden genoss den restlichen Tag. Eines mochte er sich jedoch nicht vorstellen: das double, die Ironmandistanz. Oh Gott….

Nach so viel Adrenalin an diesem Tag noch ein Fazit: eine tolle Wettkampfstrecke, die zumindest beim Schwimmen und Laufen sehr zuschauerfreundlich ist. Den Athleten wäre es zu wünschen gewesen, wenn während des Laufens die Fußgängerzone dicht von Zuschauern gesäumt gewesen wäre. Dies hätte vor allem dem Zielkanal gut zu Gesicht gestanden. Es war alles darauf vorbereitet. Doch das Wetter hat diesem leider einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Das war sehr schade.

Insgesamt war die Organisation sehr gut. Überall standen viele freundliche Helfer. Überall gute Stimmung. Herning/Dänemark – gerne wieder.
Uta



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