Spass, Wettkampf

Sibylle schießt den Vogel ab beim Fördecrossing

18 Aug , 2019  

Achtzehn von zwanzig gemeldeten Startern aus unseren Reihen haben es sich nicht nehmen lassen beim diesjährigen Fördecrossing die Ostsee zum Kochen zu bringen.

Äußerst harte Bedingungen bei Wind um 4-5 bft, in Böen bis 7 bft sorgten für Stirnrunzeln und verhaltener, gespannter Erwartung bei den Athleten. Doch die freundliche Aufnahme durch die DLRG Glücksburg bei der Wettkampf-besprechung und die meist relativ ruhigen, besonnenen Überfahrten über die Flensburger Förde mit Hilfe vieler engagierter Schiffseigner aus dem Seglerhafen von Glücksburg, ließen zunächst den Stimmungspegel wieder ansteigen. Angekommen am Strand von Sᴓnderhav sortierte sich das Feld bereits ein wenig, auch konnte noch Fett gegen Scheuerstellen am Hals geschmiert werden. Die Spannung stieg mit jeder Minute, ebenso die Stimmung bei den sangesfreudigen Itzehoern. Gleichfalls zogen furchterregende Regenwolken auf, der Himmel öffnete nahezu zeitgleich mit dem Startschuss seine Schleusen zu einem dichten weißen Vorhang, der das Peilen gleich mal zu einem Roulettespiel werden ließ. Wohl dem, der vor sich einen Schwimmer erkennen konnte.

Doch dem Willen, es heute zu wuppen, war keine Grenze gesetzt. Alle Starter kämpften sich durch die wogende Ostsee, hier und da auch mal den tückischen Feuerquallen ausgesetzt. Der heftige Regen ließ noch auf dem ersten Drittel der Strecke nach, gefolgt von sich immer weiter durchsetzenden Sonnenstrahlen, die jedoch bis zum Ende nicht über den Wellengang hinwegtäuschen konnten. Mit dem Wissen nicht noch radeln und joggen zu müssen, haute Kaipi an diesem Tag einen raus. Nach 56 Minuten erreichte er das Ziel, den Strand Sandvig in Glücksburg. Lange vor ihm hatte erstaunlicherweise in diesem Jahr eine Frau als erste nach nur 36 Minuten die Ziellinie überschritten. Die Glanzleistung einer jungen, dynamischen Schwimmerin, die schon eine Woche zuvor beim Ostseeman ihre Staffel als erste mit Abstand auf Radstrecke schicken konnte.


(Quelle Screenshot: NDR Schleswig Holstein Magazin – 10.08.2019)

Doch wir „Oldies“ ließen uns daran nicht messen. Und so trudelten nach und nach mit sehr achtbaren Zeiten, hier besonders Ingo, Eggert und Alexander, gefolgt von Jörg und Mareike am Strand ein. Nach 66 Minuten folgten dann in regelmäßigen Abständen Rainer, Susi, Helga, Nils, Sven L., Tine, Jörn, Jacqueline und Andreas. Eine gute Vorbereitung brachten für Rainer, Nils und Jörn sehr gute Ergebnisse ein. Besonders Jörn hatte Grund zur Freude, war es doch sein erster Wettkampf nach vielen Trainingsjahren in den Reihen der Triathleten überhaupt.

Jessi, Sybille und Uta bildeten die Schlusslichter. Bei Uta war dies in diesem Jahr geplant, da sie Sybille bei dieser schweren Aufgabe nicht allein ihren Törn abschwimmen lassen mochte. Sybille konnte sich ganz auf das Schwimmen konzentrieren, das Peilen und Ansagen der Tonnen übernahm Uta, mit dem Ziel Sybille einen schönen, erfreulichen und sicheren Wettbewerb zu bereiten. Dies war schlussendlich eine gute Entscheidung, und der Empfang für Sybille am Strand fulminant. Là-ola-Wellen und Jubel brandete auf, als Sybille die Ziellinie überschritt. Sybilles Freude kannte fast keine Grenze und wurde noch getoppt, als es hieß: …“nix essen gehen… erst zur Siegerehrung, Sybille hat einen Podestplatz erobert“… Sehr zufrieden mit ihrem 3. Platz in der Ak und einem schönen Pokal strahlte Sybille nun mit der Sonne um die Wette und ließ es sich nicht nehmen, schon auf ihren Start beim nächsten Fördecrossing zu verweisen.

Pech hatte an diesem Tag Helga. Sie ereilte die Seekrankheit. Doch tapfer kämpfte sie sich ins Ziel, wird jedoch erst einmal vom Schwimmen in der hohen See die Nase voll haben. Doch wie immer: die Wogen glätten sich auch wieder, und viele von uns sagen ja nicht mehr „nie“. Es bleibt also spannend wer auch im kommenden Jahr das Vergnügen haben wird mit Salzwasser, Quallen und Wellen seinen Wettkampf auszufechten.
Uta

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